Herbstversammlung AS Bern

Erfolgreiche öV-Strategie in der Region Bern

Zur Herbstversammlung am 15. Oktober 2014 begrüsste unser Präsident Manfred Schaffer die zahlreich erschienenen Mitglieder und besonders die Gäste Dr. Ulrich Seewer, Peter Käppler, Rolf Moos sowie die Delegation des AS BLS.

Elena Obreschkow, Sektionscoach

Die statuarischen Standardtraktanden wurden zügig behandelt . Die Delegierten für die Delegiertenkonferenz AS vom 27.10.2014 wurden gewählt.  Gewerkschaftlich engagiert sich die Branche Infrastruktur des Unterverband AS derzeit im Thema Ortszulagen. Mit dem Umzug in die neuen Betriebszentralen fallen diese für Mitarbeitende aus Genf, Basel und Bern nach einer Übergansfrist von 2 Jahren weg. Wir lancieren eine Petition welche fordert, dass diese Zulagen in den festen Lohn integriert werden.

Die Mitgliederwerbung ist für den AS Bern eines der Kerngeschäfte. Ein hoher Mitgliederbestand ist entscheidend für die Zukunft der Sektion. Den Elan des erfolgreichen GAV-Abschluss wollen wir für die Werbung nutzen. Der neu bezogene Hauptsitz Bern Wankdorf bietet uns dazu eine ideale Plattform. Zum Jahresende planen wir dort eine Werbeaktion nach dem AIDA-Modell (Attention Interest Desire Action). Unser Auftritt soll Aufmerksamkeit erregen, Interesse wecken und den Wunsch zum Dabeisein anregen mit der Zielsetzung, eine Reaktion bei den Mitarbeitenden zu bewirken in Form von unterzeichneten Beitrittserklärungen.

Über den neuen GAV war schon viel im Kontakt SEV zu lesen. Auch die SBB hat berichtet. Unser Zentralpräsident Peter Käppler erläutert uns in seinem Referat vertiefter den konkreten Inhalt des GAV 2015. 10 Verhandlungsrunden mit 12 Verhandlungstagen  haben zu einer hohen Qualität dieses GAV geführt. In den GAV-Kapiteln Temporäre Mitarbeitende, Lohn, Arbeitszeit, Allgemeines/Rechtliches bis zu den neuen Pensionierungsmodellen wurden für unsere Mitglieder gute Resultate erzielt. Selbst die beruflichen Neuorientierung konnte trotz einigen Eingeständnissen für das Gros der Mitarbeitenden verteidigt werden. Ein Resultat, welches beim Vergleich mit anderen Branchen nicht selbstverständlich ist.

Höhepunkt der Herbstversammlung war das Referat von Dr. Ulrich Seewer. Der Vorsteher des Amtes für öffentlichen Verkehr des Kantons Bern referierte auf packende Art über die ÖV Strategie in der Region Bern. Schwerpunkte seines Referates waren die Verkehrspolitischen Grundsätze, die Verkehrsentwicklung und die vom Kanton Bern geplanten Massnahmen im ÖV. Als wichtige Herausforderung ortet Dr. Seewer die Erschliessungsqualität im ÖV zu halten und zu verbessern. Dies in einer Zeit knapper finanzieller Mittel. Mit verkehrsplanerischen Lösungsansätzen wie zum Beispiel eine Vermeidung der Verkehrszunahme mittels Abstimmung von Verkehr und Siedlungsgebieten soll dies erreicht werden. Nicht zuletzt soll der ÖV für Mensch und Umwelt so schonend wie möglich abgewickelt werden. Dieser Aspekt ist umso wichtiger, als die Prognosen ein ÖV-Wachstum von +60% zwischen 2007 und 2030 vorsehen.

Nach der Versammlung hatten alle die Gelegenheit, sich beim Nachtessen auszutauschen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Impressionen von der Versammlung

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