Sektion Bern: Frühjahrsversammlung 2017

Zur Frühjahrsversammlung von AS, Sektion Bern, konnte der Präsident Manfred Schaffer, rund 70 Teilnehmer begrüssen. Gast und Referentin war Edith Graf-Litscher, SP-Nationalrätin des Kt. Thurgau und SEV-Gewerkschaftssekretärin.

Die statutarischen Standardtraktanden wurden wie gewohnt zügig behandelt. Ins Leitungsteam wurde neu Uwe Grassel gewählt, er wird dort den Bereich Kader vertreten. Herzlich willkommen, Uwe! Eine lang bestehende Lücke konnte somit geschlossen werden.

Über die Gewerkschaftlichen Themen informierte Peter Käppler, unser Zentralpräsident. Das grosse Thema ist RailFit, aber auch die Neuvergabe der Fernverkehrskonzessionen, die Fernbusse und auch Uber werden uns beschäftigen. Elena Obreschkow und Joel Jufer zeigten einmal mehr auf, wie wichtig die Mitgliederwerbung ist, damit wir den Organisationsgrad halten können und so handlungsfähig bleiben und auch als Kraft wahrgenommenn werden!

Edith Graf-Litscher gewährte uns in ihrem Referat ein Blick hinter die Kulissen der Verkehrspolitik sowie einen Einblick in den Ablauf eines Sessionstages. Pendeln zwischen Nationalratssaal, Kommissionssitzung, ausserparlamentarischen Interessengruppen, Radiostudio und dann noch eine Gewerkschaftsversammlung ist Alltag. Als aktuelle Geschäfte erwähnte Edith den Verpflichtungskredit für die Abgeltung der Leistungen des RPV für die Jahre 2018–2021,  das Projekt OBI und die Neuvergabe der Fernverkehrskonzession. Die Kantone sind über die vom BAV angedachte Aufteilung in ein Premium- und ein Basisnetz gar nicht erfreut! Hier ist noch zu bemerken, dass die Herren Füglistaller (BAV) und Guillelmon (BLS) vorgängig bei den SBB arbeiteten und so Arbeitskollegen von Meyer waren … Hier wird mal auf VR-Ebene ein Gespräch dazu gesucht. Die Konzession selbst wird aber auf Verordnungsebene erteilt, das Parlament hat dazu nichts zu sagen. Ebenfalls versucht auch die Verwaltung z.T. die Politik auszuhebeln. Aber auch im Volk und Parlament wird alles, was gut läuft, als selbstverständlich befunden und es muss keine Sorge dazu getragen werden! Und als letztes mit einem Blick in die weitere Zukunft wurde auch noch der Ausbauschritt STEP 2030 erwähnt. Edith bedauert, dass von SBB-Seite her bloss Floskeln über Effizienzsteigerungen kommen. Einzig beim Unterhalt habe sie zugegeben, dass hier der Schuh drückt. Die abschliessende Fragerunde rundete dieses interessante Referat ab.

Beim anschliessenden Stehlunch hatten die Teilnehmenden noch Gelegenheit sich beim Essen auszutauschen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Bericht: Mathias Schmid
Fotos: Hanspeter Roos

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