Multispace und Deskharing – noch sind nicht alle zufrieden

SEV-AS befragte im letzten Herbst seine betroffenen Mitglieder zu ihren Erfahrungen mit Desksharing und Multispace. Zur Besprechung der Umfrageergebnisse traf sich Ende Januar die Leitung SEV-AS mit den Verantwortlichen von SBB-Immobilien und präsentierte ihnen die Ergebnisse.

SEV-AS befragte im letzten Herbst seine betroffenen Mitglieder zu ihren Erfahrungen mit Desksharing und Multispace. Zur Besprechung der Umfrageergebnisse traf sich Ende Januar die Leitung SEV-AS mit den Verantwortlichen von SBB-Immobilien und präsentierte ihnen die Ergebnisse.

Die die Mehrheit der Antwortenden (70%) ist zwar mit Multispace zufrieden), trotzdem kristallisierten sich in diesem Kontext einige wesentliche Forderungen heraus, mit denen SBB Immobilien konfrontiert wurde.

Desksharing und Homeworking

Nicht unerwartet betraf der grösste Teil der Kritik das Desksharing. Auf die Forderung von AS dieses generell zu überdenken und nur dort einzurichten, wo es wirklich sinnvoll ist, wollte die SBB nicht eintreten. Aus Sicht der SBB könne Desksharing «nur integral» und nicht punktuell realisiert werden. Die Vertreter von SBB Immobilien hielten fest, dass das Desksharing nicht «grundsätzlich verordnet» worden sei. So hätten im Wankdorf 22% der Mitarbeitenden einen festen Arbeitsplatz. Aus Sicht AS stellt sich einfach die Frage, ob diese Bedürfnisse genügend abgeklärt worden sind und ob sich alle Mitarbeitenden  gegenüber Nutzervertretern respektive PeKo in diesem Sinne auch wirklich äussern konnten. Immerhin wurde signalisiert, dass wo es Sinn macht, fixe Arbeitsplätze innerhalb einer Teambase bilateral vereinbart werden könnten. Nutzt diese Möglichkeit!

Homeworking als Ergänzung zum Desksharing wird durch viele Vorgesetzte durch Restriktionen sehr stark eingeschränkt. SEV-AS kritisierte die Misstrauenskultur, die teilweisebei einigen Vorgesetzten noch vorherrscht. Dem MA ist aber zuerst einmal mit Vertrauen zu begegnen und bei Missbrauch sind individuell Massnahmen zu treffen. «Die Vorgesetzten müssen diesbezüglich geschult werden» lautete die Forderung von AS. SBB-Immobilien erkannte klar das Anrecht auf Homeworking  („nicht aber einfach vier Tage pro Woche!“) und auch das Führungsproblem und hielt fest, «dass daran noch gearbeitet werden müsse.» Dieser Aussage ist nichts hinzuzufügen und wir erwarten, dass die SBB diese neue Kultur ihren mittleren und unteren Kadern auch vermittelt.

Unsere Empfehlungen an die Mitarbeitenden in diesen neuen Bürolandschaften:
Zu wenig Focusräume und Ablageflächen:
Meldet die Bedürfnisse an (über Nutzervertreter oder PeKo). Die SBB ist bereit darauf einzutreten.

Wohlfühlfaktor

Füllt «cleane» Räume mit Leben und schmückt sie innerhalb der Teambase etwas aus (gemeinsam). Das wird ausdrücklich begrüsst. Der Wohlfühlfaktor wird anerkannt.

Raumklima und Geräuschkulisse

«Wir arbeiten daran!» kommunizierte uns die SBB. Bei übermässigen Problemen sind auch in dieser Frage der Nutzervertreter oder die PeKo Ansprechpartner.

Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

SEV-AS, Branche Konzernbereiche

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